Lambrusco Wein im Kurzcheck – „ASSOLO REGGIANO“ Lambrusco, Medici Ermete, Italien

Lambrusco – wenn sie diese Weinsorte hören, schüttelt es viele Weintrinker regelrecht. Sind das nicht diese minderwertigen, meist in „Pennerbomben“ abgefüllten Billig-Italiener?

Tatsache ist, dass diese Weingattung ihr Image aus der Vergangenheit nicht ganz zu Unrecht hatte. Es ist jedoch unter Fachleuten unbestritten, dass mittlerweile viele Winzer aus der Emilia Romagna, dem Hauptanbaugebiet der Lambrusco Traube, qualitativ sehr hochwertige Weine zu produzieren.
Die Emilia Romagna liegt im nördlichen Teil Italiens zwischen der Lombardei im Norden und der Toskana im Süden. Die Hauptstadt ist Bologna. Weitere größere Städte sind Modena, die Stadt, in der die automobile Sportwagenschmiede Maserati ihr Zuhause hat und der Stadt des berühmtesten italienischen Schinkens, Parma.

Lambrusco steht für einen roten Perlwein, der immer einen fruchtigen Charakter hat und  in vielen Fällen leicht süßlich schmeckt. Das ist aber per se kein Nachteil. Beim Champagner ist es ja auch kein Makel.

Lambrusco Wein "Assolo Reggiano" von Medici Ermete

Der „Assolo Reggiano“ ist einer Vertreter der neuen Lambrusco. Er ist nicht pappsüß, aber sehr fruchtig mit etwas erdbeerigem Geschmack. Aber nicht nur für Freunde dieser Frucht sehr lecker.
Ein Lambrusco, der sich nicht nur gut gekühlt im Sommer  auf der Terrasse genießen lässt, sondern auch im Winter innerhalb der vier Wände. Das beweist nicht zuletzt mein Lambruso-Wein-Zwiebelkuchen-Experiment. Das ist an anderer Stelle auf diesem Blog beschrieben (bei Interesse einfach auf den Link klicken).

Mir persönlich ist dieser Spitzen-Lambrusco zum kleinen Preis einen Tick zu süß. Ich denke, ich bin etwas „verdorben“ durch meine Lambrusco-Entdeckung im Sommer diesen Jahres, dem „Concerto Reggiano“ – übrigens vom gleichen Winzer. So einen tollen, trockenen roten Perlwein hatte ich noch nie zuvor im Glas. Darüber werde ich wohl noch einmal in einem separaten Kurzcheck berichten.

Aber mein persönliches Geschmacksmuster ist nicht für alle maßgebend. Ich kann guten Gewissens für den hier beschriebenen „Assolo Reggiano“ von Medici Ermete 4,5 Weingeniesser-Sterne vergeben.

Meine Bewertung des Preis-/Genussverhältnisses:

Weinbewertung 4,5 von 5 Sternen  
(4,5 von 5 Sternen)

 

Die Eckdaten des “Assolo Reggiano” Lambrusco von Medici Ermete:

Herkunft:  Italien – Emilia Romagna
Rebsorte:  100 % Lambrusco
Jahrgang:  2010
Alkoholgehalt: 11,5 %
Trinktemperatur: 14 – 16° C (geht aber auch gut aus dem Kühlschrank)
Passt zu: Vorspeisen, als Aperitif, Desserts 
Einkaufsquelle: Ronaldi (www.ronaldi.de)
Preis: 4,95 Euro

Hier noch eine Bitte: Schreiben Sie mir doch bitte einen Kommentar zu diesem Artikel und ob Sie Interesse an mehr solcher Weinchecks haben. Wenn ja, möchten Sie lieber, dass ich Weine vom Discounter oder aus dem Fachhandel für Sie teste?

2 Antworten auf Lambrusco Wein im Kurzcheck – „ASSOLO REGGIANO“ Lambrusco, Medici Ermete, Italien

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  • Max sagt:

    Das mit dem herbe Lambrusco ist ne superfeine Sache im Sommer.
    Cool, das das mal jemand zu sagen traut.
    Dein Stil ist klar und voll Liebe zum Wein und zum Trinken.
    Dir fällt auch nicht aus jedem Halbsatz raus, daß du den Gegenwert zweier Einfamilienhäuser im Keller liegen hast.
    Ich find die Flasche von dem ASSOLO viel schöner, als die von dem CONCERTO -Empfehlung eines Wirt’s aus Darmstadt-
    Den auch ich noch n Tick besser, überraschender und süffiger finde.
    Geht auch ausm Kühlschrank, nehm ich als Geheimtipp.
    Wie kommt ein Winzer eigentlich zur Flasche für seinen Wein?
    Weiß das jemand?

    Danke

  • Karsten sagt:

    Hallo,

    da gehe ich d’accord: Lambrusco hatte seinen schlechten Ruf vielleicht einmal verdient – heute ist bei qualitativen Sorten jedoch davon nichts mehr zu merken und sie können ein echtes Geschmackserlebnis sein (hier ist auch dieser Artikel zum Thema noch sehr interessant: http://www.emilia.de/lambrusco-wein.html ).

    Ein Zwiebelkuchen dazu ist ebenfalls eine feine Idee – das passt jahreszeitlich auch gerade sehr gut. Auf der Terasse habe ich ihn, etwas gekühlt, in diesem Sommer aber auch das ein oder andere mal genossen. Von mir ebenfalls eine große Empfehlung, beim Stichwort „Lambrusco“ nicht gleich die Flucht zu ergreifen. 😉

    Viele Grüße
    Karsten

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